Shopware Agentur wechseln: Reibungslose Übernahme statt neuer Baustelle.
Ein Agenturwechsel im E-Commerce ist kein leichtfertiger Schritt. Sie haben mit Ihrer aktuellen Agentur eine Geschichte: gemeinsam aufgebauter Shop, gelernte Eigenheiten, eingespieltes Ticketsystem. Aber wenn die Qualität nicht mehr stimmt, die Reaktionszeiten inakzeptabel werden oder das Vertrauen fehlt, ist ein Wechsel nicht nur legitim — er ist notwendig. Die gute Nachricht: Ein Agenturwechsel muss weder chaotisch noch riskant sein.
Die alte Agentur liefert nicht mehr
Antwortzeiten werden länger, die Qualität sinkt, Updates bleiben liegen, Bugs werden verschleppt. Aber ein Agenturwechsel fühlt sich an wie ein Umzug im laufenden Betrieb — aufwändig, riskant und voller Unbekannter.
Die Angst vor dem Wechsel ist verständlich: Wer übernimmt den Code? Geht dabei Wissen verloren? Gibt es Ausfälle während des Übergangs? Was, wenn die neue Agentur auch nicht besser ist? Diese Sorgen sind berechtigt — und genau deshalb braucht ein Agenturwechsel einen strukturierten Prozess.
Wiederkehrende Qualitätsprobleme (Bugs, die nach dem Fix wieder auftauchen; Features, die nicht der Spezifikation entsprechen)
Mangelnde Proaktivität (keine Update-Empfehlungen, kein Performance-Monitoring, keine strategische Beratung)
Personalprobleme bei der Agentur (Ansprechpartner wechseln ständig, Know-how geht verloren)
Steigende Kosten ohne proportionalen Mehrwert
Vertrauensverlust nach einem größeren Vorfall (fehlgeschlagenes Update, Sicherheitsvorfall, Datenverlust)
So gehen wir vor
Zugangssicherung und Inventar (Woche 1)
Wir sichern alle relevanten Zugänge: Server (SSH, SFTP), Shopware-Backend, Datenbank, Domain-Verwaltung, Payment-Provider, Versand-Provider, Monitoring-Tools, Deployment-Pipeline. Parallel erstellen wir ein vollständiges Inventar: Shopware-Version, Plugin-Liste, individuelle Anpassungen, Schnittstellen, Hosting-Setup. Kritisch: Zugänge müssen gesichert sein, bevor der alten Agentur gekündigt wird — das ist der häufigste Fehler bei Agenturwechseln.
Code-Audit und Risikobewertung (Woche 1–2)
Wir analysieren den Code: Qualität der individuellen Anpassungen, Plugin-Zustand, technische Schulden, Sicherheitsrisiken, Performance-Engpässe. Daraus entsteht eine Risikobewertung: Was ist kritisch und muss sofort gelöst werden? Was kann warten? Was ist strukturell so schlecht, dass es mittelfristig ersetzt werden muss? Ergebnis: ein ehrliches Bild des Ist-Stands mit priorisiertem Maßnahmenkatalog.
Stabilisierungsphase (Woche 2–4)
In den ersten 4 Wochen konzentrieren wir uns ausschließlich auf Stabilisierung: kritische Bugs fixen, Sicherheitslücken schließen, überfällige Updates einspielen, Monitoring einrichten. Keine neuen Features, keine Umbauten — erst muss der Betrieb stabil laufen. Sie merken den Unterschied sofort: schnellere Reaktionszeiten, weniger Bugs, proaktive Kommunikation.
Dokumentation und Wissenstransfer (parallel)
Während der Stabilisierung dokumentieren wir den Shop: Architekturübersicht, Schnittstellenbeschreibungen, Plugin-Dokumentation, Deployment-Prozess, Kontaktliste der Drittanbieter. Diese Dokumentation existiert in den meisten Fällen nicht oder ist veraltet — sie ist aber essenziell für den langfristigen Betrieb.
Weiterentwicklung (ab Woche 5)
Nach der Stabilisierung beginnt die Weiterentwicklung: Features, die Ihre alte Agentur nicht geliefert hat, Performance-Optimierungen, UX-Verbesserungen, strategische Projekte (ERP-Integration, Internationalisierung, B2B-Features). Jetzt arbeiten wir mit dem Tempo und der Qualität, die Sie von Anfang an erwartet haben.
Baustoffhändler nach Agenturinsolvenz
Ausgangssituation
Ein Baustoffhändler mit einem Shopware-Shop (4.500 Produkte, 800 Bestellungen pro Monat, SAP-Anbindung) stand von einem Tag auf den anderen ohne Agentur da: Seine bisherige Agentur hatte Insolvenz angemeldet. Kein Zugang zum Server (die Agentur hostete den Shop auf eigener Infrastruktur), keine Dokumentation, 12 offene Tickets (darunter ein kritischer Checkout-Bug), und ein überfälliges Sicherheitsupdate. Die Situation war akut: Ohne schnelles Handeln drohte der Shop offline zu gehen, weil die Server-Infrastruktur der insolventen Agentur abgeschaltet werden sollte.
Unser Vorgehen
Wir reagierten innerhalb von 24 Stunden. Tag 1: Kontakt mit dem Insolvenzverwalter, um Serverzugang zu erhalten. Parallel: Notfall-Hosting auf einem eigenen Server vorbereitet. Tag 2: Vollständige Kopie des Shops auf die neue Infrastruktur migriert. DNS-Umstellung durchgeführt. Der Shop lief wieder — auf sicherer Infrastruktur. Tag 3–5: Kritischen Checkout-Bug gefixt, Sicherheitsupdate eingespielt, alle Zugänge auf Kundenkonten umgestellt. Woche 2–4: Vollständiges Code-Audit, Plugin-Inventar, Dokumentation der SAP-Anbindung, Abarbeitung der 12 offenen Tickets. Woche 5–8: Stabilisierung der SAP-Schnittstelle und Performance-Optimierung.
Ergebnis
Der Shop war zu keinem Zeitpunkt offline — trotz Agenturinsolvenz. Alle 12 offenen Tickets wurden innerhalb von 8 Wochen abgearbeitet. Die SAP-Anbindung läuft seit der Stabilisierung fehlerfrei. Die Server-Kosten sanken um 35 Prozent. Die Dokumentation umfasst jetzt 45 Seiten und macht den Shop für jeden qualifizierten Entwickler wartbar. Der Kunde hat seitdem einen Wartungsvertrag mit quartalsweisen Updates und proaktivem Monitoring.
Warum blindwerk?
Architektur vor Aktionismus
Zielbild und Leitplanken zuerst, dann iterative Umsetzung.
21 Spezialisten
Festes Team, 100 % agil, 100 % remote.
F&E-Partnerschaften
Steinbeis & Fraunhofer für Innovationsthemen.
blindwerk – neue medien GmbH ist seit 2001 als Digitale Architekten für den Mittelstand tätig. Wir arbeiten zu 100 % agil (Scrum), zu 100 % remote und mit einem festen Team von rund 21 Spezialisten. Unsere Arbeit folgt einem klaren Prinzip: Architektur vor Aktionismus. Das bedeutet: Zielbild und Leitplanken zuerst, dann iterative Umsetzung mit radikaler Transparenz.
Unsere F&E-Partnerschaften mit Steinbeis und Fraunhofer ermöglichen uns, Innovationsthemen wie KI-Prozessoptimierung und IoT-Integration auf dem neuesten Stand zu begleiten. Für Förderprojekte (ZIM, BMFTR) bringen wir eigene Förderkompetenz mit — von der Antragstellung bis zur Verwendungsnachweisprüfung.
Häufige Fragen
Wie lange dauert ein Agenturwechsel?
Was passiert mit offenen Tickets bei der alten Agentur?
Müssen wir die alte Agentur vorher kündigen?
Verlieren wir beim Wechsel Wissen über unseren Shop?
Was kostet der Agenturwechsel?
Was, wenn wir mit blindwerk auch nicht zufrieden sind?
Investitionsrahmen
Übernahme-Audit
Fixpreis ab 2.080 € netto. Zugangs- und Code-Audit, Risikobewertung, priorisierter Maßnahmenkatalog.
Laufende Betreuung & Weiterentwicklung
Nach Aufwand (Stundensatz 130–160 € netto), transparente Zeiterfassung.
Erst stabilisieren, dann weiterentwickeln · zzgl. MwSt.
Menschen, die Ihr Projekt lesen.
Ihre Anfrage landet nicht in einem Funnel, sondern bei diesen vier Personen — mit Namen, Gesicht und Verantwortung.
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Dominik Calzone
Erstkontakt & Beratung
Nimmt Ihr Anliegen entgegen und sortiert mit Ihnen, was wirklich dringend ist.
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Johannes Wingert
Architektur & Technik
Bewertet Ihre Shop-Architektur und zeigt, was langfristig trägt.
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Christoph Guthardt
Shopware-Expertise
Kennt Shopware seit Version 4 — und die Stolperfallen jedes Upgrades.
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Lucia Boden
Projektsteuerung
Übersetzt Befunde in einen realistischen Umsetzungsplan.